DDBT e.V. - Konsultationsteams

Das Konsultationsteam macht die DBT zu einer einzigartigen Therapieform, da sich dieses in keiner anderen Psychotherapie wiederfindet.

Der Ursprung des Konsultationsteams findet sich in der Durchführung von Therapiestudien, in deren Rahmen sichergestellt werden musste, dass die Therapeuten den Vorgaben des Therapiemanuals folgen (therapeutische Adhärenz). Hierbei wurde der positive Einfluss solcher Behandlerteams festgestellt, insbesondere bei Patienten mit schwerwiegenden Störungen wie einer BPS. Es konnte u.a. festgestellt werden, dass es bei Therapeuten, die ein Konsultationsteam aufgesucht haben, zu signifikant weniger Dropouts kam (Stiglmayr et al., 2015).  

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Was macht ein Konsultationsteam?

Das im Rahmen der DBT obligatorische Konsultationsteam findet im ambulanten Kontext wöchentlich bis vierzehntägig für ein bis zwei Stunden statt. Dort werden nach festen Regeln die Patienten eines jeden Einzeltherapeuten besprochen und das weitere therapeutische Vorgehen festgelegt. Das Konsultationsteam besteht aus 3 bis 7 Therapeuten und Fertigkeitentrainern. Hauptaufgabe des Konsultationsteams ist Therapie für die Therapeuten; das Konsultationsteam unterstützt den Therapeuten während der Behandlung von Patienten mit komplexen und oft schwer behandelbaren Störungen. Das Konsultationsteam verfolgt hierbei drei Ziele: Zum einen achtet das Konsultationsteam darauf, dass jeder Therapeut die bestmögliche DBT zur Anwendung bringt (therapeutische Adhärenz). Zum anderen trägt das Konsultationsteam die Verantwortung für die Durchführung der jeweiligen DBT. Und schließlich ist es Aufgabe des Konsultationsteams dafür zu sorgen, dass es bei keinem Therapeuten zu einem Burnout kommt. Im Gegensatz zu herkömmlicher Psychotherapie wird in der DBT demnach die Therapie von mehreren Therapeuten durchgeführt; der jeweilige abrechnende und in direktem Kontakt stehende Therapeut ist damit nur der „verlängerte Arm“ des Konsultationsteams. Folgerichtig werden im Konsultationsteam Beschlüsse getroffen; es handelt sich um kein Beratungsgremium. Damit ist das Konsultationsteam das eigentliche „Herzstück“ der DBT: Hier fließen alle Informationen zusammen, werden ausgewertet, auf deren Basis dann neue Beschlüsse getroffen werden. Anschließend geht jeder Therapeut „ins Feld“ und setzt die Beschlüsse um. In der darauffolgenden Woche treffen sich wieder alle Therapeuten, berichten über das Ergebnis der Umsetzung und der Prozess beginnt von Neuem.